Kinderladen Stuckenborstel

Satzung und Konzeption

Satzung des Kinderladens

§1 Name und Sitz des Vereines

Der Verein führt nach Eintragung in das Vereinregister den Namen “Kinderladen”.
Er hat seinen Sitz in Sottrum und soll in das Vereinsregister eingetragen werden.
Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§2 Zweck und Ziele des Vereines

  1. Der Verein ist Träger des Kinderladens in Sottrum und verfolgt als solcher unmittelbar und ausschließlich gemeinnützige Zwecke im Sinne des Paragraphen »steuerbegünstigte Zwecke« der Abgabenordnung in ihrer jeweils gültigen Fassung.
  2. Der Verein ist sowohl konfessionell aus auch parteipolitisch unabhängig.
    Der Verein hat die Förderung von Einrichtungen, die sich mit der Betreuung und Erziehung von Kleinkindern und Kindern in der Samtgemeine Sottrum befassen, zum Ziel.
    Außerdem fördert der Verein durch Einrichtung von Arbeitskreisen und Durchführung von Veranstaltungen die Weiterbildung von Erwachsenen. Dabei sollten vor allem wissenschaftliche Erkenntnisse der Pädagogik in die erzieherische Praxis eingebracht werden.
  3. Die Mittel des Vereines dürfen nur zu satzungsgemäßen Zwecken verwendet werden. Die Mitglieder in ihrer Eigenschaft als Mitglied dürfen keine Gewinnanteile und auch keine sonstigen Zuwendungen aus den Mitteln des Vereines erhalten.
  4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereines nicht entsprechen, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§3 Mitgliedschaft

  1. Ordentliches Mitglied des Vereines kann jede natürliche Person werden, welche die Ziele des Vereines gemäß § 2, Absatz 2 bejaht und bereit ist, diese aktiv zu unterstützen.
  2. Fördermitglied kann jede natürliche und juristische Person werden, die bereit ist, den Verein ideell und materiell zu unterstützen. Über Aufnahme und Ausschluss entscheidet die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit.
  3. Der Austritt eines Mitgliedes erfolgt durch eine schriftliche Erklärung gegenüber der vorsitzführenden Person des Vereines und tritt drei Monate nach Posteingang in Kraft.
  4. Ein Mitglied, das in erheblichem Maß gegen die Vereinsinteressen verstoßen hat, kann nach Anhörung durch Beschluss des Vorstandes mit sofortiger Wirkung aus dem Verein ausgeschlossen werden.
    Der Beschluss ist dem Mitglied unter Angabe von Gründen schriftlich mitzuteilen. Gegen einen Ausschluss durch den Vorstand kann innerhalb von zwei Wochen von dem betroffenen Mitglied die Mitgliederversammlung angerufen werden.
  5. Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, Austritt oder Ausschluss der natürlichen Person aus dem Verein, bzw. durch den Verlust der Rechtsfähigkeit bei juristischen Personen.

§4 Beiträge und Zuwendungen

  1. Der Verein erhält seine Mittel durch Jahresbeiträge und andere Zuwendungen.
  2. Die Mitgliedsversammlung legt den Mitgliedsbeitrag sowohl für ordentliche als auch für Fördermitglieder fest.
  3. Der Vorstand kann bei Bedürftigkeit den Beitrag im Einzelfall teilweise oder ganz erlassen.

§5 Die Organe des Vereines

  1. Der Vorstand,
  2. Die Mitgliederversammlung.

§6 Der Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus mindestens drei Personen.
    Die Mitgliederversammlung wählt je eine Person für den 1. Vorsitz, den 2. Vorsitz, sowie die Kassenführung.
    Darüber hinaus können noch drei Beisitzerinnen gewählt werden.
  2. Der Vorstand wird durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten, und zwar gemeinsam durch die/den erste/n Vorsitzende/n und die/den Kassenwart/in.
  3. Die Amtszeit des Vorstandes beträgt ein Jahr. Wiederwahl ist zulässig.
  4. Der Vorstand hat das Vereinsvermögen zu verwalten, die laufenden Geschäft zu führen, den Verein nach außen zu vertreten und Mitgliederversammlungen einzuberufen.
  5. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse in seinen Sitzungen. Er ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Vorstandsmitglieder anwesend sind und entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt.
    Über alle Sitzungen des Vorstandes ist Protokoll zu führen, das vom Vorstand zu unterschreiben ist.

§7 ???

§8 – §11 Die Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung ist mindestens einmal jährlich von der den ersten Vorsitz führenden Person unter Einhaltung der Einladefrist von drei Wochen durch schriftliche Einladung einzuberufen.
  2. Mit der Einladung ist die Tagesordnung bekanntzugeben.
  3. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung wird in derselben Weise einberufen. Sie muss einberufen werden, wenn der vierte Teil der Mitglieder beim Vorstand schriftlich unter Angabe des Zweckes und der Gründe die Einberufung verlangt.

§9

Zum Geschäftsbereich der ordentlichen Mitgliederversammlung gehören:

  1. Die Entgegennahme des vom Vorstand zu erteilenden Geschäftsberichtes über das abgelaufene Geschäftsjahr.
  2. Entgegennahme der Jahresrechnung und Erteilung der Entlastung.
  3. Feststellung des Haushaltsplanes für das nächste Jahr.
  4. Erlass oder Änderung der Beitragsordnung.
  5. Wahl des Vorstandes.
  6. Beschluss über Berufung eines Mitgliedes über Ausschluss durch den Vorstand.
  7. Beschluss der Satzungsänderung oder Auflösung des Vereines.

§10

  1. Die Beschlüsse werden – soweit es diese Satzung nicht anders vorschreibt – mit einfacher Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt. Bei Entscheidung über Satzungsänderung oder Auflösung des Vereines ist die Mitgliederversammlung nur beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend ist.
  2. Derartige Beschlüsse über eine Veränderung der Satzung oder über die Auflösung des Vereines bedürfen einer 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder.
  3. Kommt die erforderliche Mehrheit der Mitglieder im Sinne von § 10 (1) nicht zustande, so kann in einer darauf folgenden, unter Einhaltung der satzungsgemäßen Frist einzuberufenden Mitgliederversammlung, die Satzungsänderung oder die Auflösung des Vereines ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden mit 2/3 Mehrheit beschlossen werden.

§11

  1. Den Vorsitz in der Mitgliederversammlung führt die mit dem Vorsitz oder die mit dem stellvertretenden Vorsitz betraute Person des Vereines oder ein anderes Vorstandsmitglied.
  2. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das die mit der Vorsitzführung und die mit der Schriftführung betraute Person und zwei Mitglieder der Versammlung zu unterschreiben haben.

§12 Auflösung des Vereines

Mit der Auflösung oder Aufhebung des Vereines oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt sein Vermögen an das »Kinderhospiz Löwenherz e.V., Hauptstr. 45, 28857 Syke«.

Sottrum - Stuckenborstel, den 12. Januar 2010

Konzeption der Kleinen Kindertagesstätte Stuckenborstel e.V.

Inhalt

  1. Einrichtung und Räumlichkeiten
  2. Mitarbeiter
  3. Pädagogisches Konzept / Aktivitäten
  4. Tagesablauf und Öffnungszeiten
  5. Verpflegung
  6. Krankheiten
  7. Kinderschutz und Kindeswohl
  8. Zusammenarbeit mit den Eltern
  9. Aufnahme neuer Kinder
  10. Finanzierung

1. Einrichtung und Räumlichkeiten

Unser Verein ist eine Elterninitiative in Freier Trägerschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, das ländliche Betreuungsangebot für Kleinkinder zu verbessern. Aus diesem Grunde entstand 1998 der Kinderladen e.V. als Mutter-Kind-Gruppe. Zum 01.01.2004 hat der Verein seinen Betrieb als Kleine Kindertagesstätte/Krippe mit staatlicher Anerkennung aufgenommen.

Der Kinderladen Stuckenborstel e.V. ist eine eingruppige Kindertagesstätte für Kinder im Alter von 9 Monaten bis 3,5 Jahren. Die Kindergruppe besteht regulär aus 10 Kindern. Durch einen Sonderantrag beim Niedersächsischen Landesjugendamt kann im Einzelfall auch ein 11. Kind aufgenommen werden.

Die Räumlichkeiten der Kindertagesstätte befinden sich in Stuckenborstel in der Mühlenstraße 16. Über den Vorraum, wo die Kinder Jacken und Schuhe ablegen können, gelangt man in den Gruppenraum. Dieser unterteilt sich in Spielfläche und Koch- und Essbereich. Daran schließt sich ein Erwachsenenbad, sowie das Kinderbad mit kleiner Toilette, kleinem Waschbecken und einer Wickelkommode an. Den Kindern stehen Spielmaterialien aus den verschiedensten Bereichen zur Verfügung.

2. Mitarbeiter

Die Betreuung erfolgt durch eine Erzieherin (Gruppenleitung) und eine zweite Fachkraft. Diese werden zeitweise durch Praktikantinnen/-en unterstützt. Dem vom Land vorgeschriebenen Betreuungsschlüssel von zwei Erziehern pro Kleinkindgruppe wird damit entsprochen (Betreuungsschlüssel von 1:5).

Die Erzieherinnen haben sowohl das Recht als auch die Pflicht, sich fortzubilden. Angebote von Bildungseinrichtungen können ebenso in Anspruch genommen werden wie gemeinsame interne Fortbildungen zu bestimmten Themenschwerpunkten.

Einmal wöchentlich findet eine Teambesprechung statt. Regelmäßig finden Erziehergespräche mit dem Vorstand statt, in denen u.a. Rückmeldungen und Anregungen der Eltern besprochen werden.

3. Pädagogisches Konzept / Aktivitäten

Allgemeines Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, die Kinder zu betreuen, zu bilden und zu erziehen. Dabei berücksichtigen die Erzieherinnen die altersspezifische Entwicklung der Kinder als auch die individuellen Persönlichkeitsstrukturen. Die Förderung der sprachlichen, motorischen, emotionalen und sozialen Entwicklung wird durch teils vorausgeplante und teils durch situative neue Anregungen unterstützt. Im Mittelpunkt steht das freie und phantasievolle Spielen als die für diese Altersstufe ursprüngliche Lebens- und Lernform.

Der Kinderladen Stuckenborstel e.V. versucht, die Kinder insbesondere in folgenden Bereichen zu fördern:

  • Entwicklung der individuellen Persönlichkeitsstruktur
  • Selbstständigkeit und Selbstvertrauen
  • Kreativität
  • Sozialverhalten (d.h. der Fähigkeit, in einer Gemeinschaft zu leben, sich zurechtzufinden und einzuordnen)
  • Konflikt- und Kompromissfähigkeit
  • Freude am gemeinsamen Essen
  • Umwelt- und Naturerleben

Um dies zu erreichen, werden verschiedene Aktivitäten für die Kinder angeboten: Freispiel, Vorlesen, Malen, Basteln, Singen, gemeinsames Essen, sowie tägliches raus gehen zum Spielplatz, den Tieren oder in den Wald. Natürlich versuchen wir, individuell auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen, und berücksichtigen die besonderen Interessen der Kinder. Seitens der Betreuer sind hierbei Spontaneität, Flexibilität und Einfühlungsvermögen gefordert. Ebenso wichtig ist aber auch ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch mit den Eltern.

Bei den Kleinkindern arbeiten wir nach dem Prinzip des »entdeckenden Lernens«, d.h. dem Kind wird dem Alter entsprechendes Spiel- und Sinnesmaterial zur Verfügung gestellt. Die Auswahl des einzelnen Materials erfolgt jedoch durch das Kind. So kann es seine Spiel- und Lernumwelt selbst gestalten und wahrnehmen.

Eine wichtige Rolle neben der kognitiven Entwicklung spielt auch die sozial-emotionale Entwicklung der Kinder. Die Entwicklung eines altersentsprechenden Sozialverhaltens wird vor allem durch die Bildung altersgemischter Gruppen gefördert.

4. Tagesablauf und Öffnungszeiten

Kinder brauchen Regeln und Rituale als Orientierungspunkte. Deshalb wollen wir die festen Bring- und Abholzeiten, das gemeinsame Essen, sowie Rituale, wie zum Beispiel Tischsprüche vor dem Mittagessen und den alltäglichen Morgenkreis, einhalten.

Hier der Tagesablauf im Überblick:

07:3008:00 Uhr
Frühdienst
08:0008:30 Uhr
Bringzeit
08:3008:35 Uhr
Morgenkreis
08:3509:00 Uhr
Frühstück
09:0010:30 Uhr
Wickeln / Aktivitäten / Aufräumen
10:3011:30 Uhr
Spaziergang / Spielplatz / Wald- und Dorferkundung
11:3012:15 Uhr
Mittagessen
12:1512:50 Uhr
Wickeln / Freispiel
12:5012:55 Uhr
Aufräumen
12:5513:00 Uhr
Abschlusskreis i.A. Abholzeit
13:0013:30 Uhr
Spätdienst
13:30 Uhr
Schließung der Einrichtung

Wird das Kind nicht bis 8:30 Uhr gebracht, so müssen wir im Interesse eines ungestörten Morgenkreises und Frühstücks bitten, die Kinder erst nach 9:00 Uhr zu bringen. Abgeholt werden können die Kinder bereits nach dem Mittagessen. Lediglich zwischen 12.45 – 13.00 Uhr soll das Aufräumen, sowie der Abschlusskreis ohne Unterbrechung stattfinden. Die Nutzung eines Frühdienstes (ab 7:30 Uhr) und Spätdienstes (bis 13:30 Uhr) ist nach Absprache und gegen Gebühr möglich. Um ein Zusammenwachsen der Gruppe zu ermöglichen, ist der regelmäßige Besuch des Kindes in der Kinderkrippe sehr wichtig. Während der Sommerschulferien bleibt die Einrichtung für drei Wochen geschlossen und in der Zeit von Weihnachten bis Anfang Januar bleibt die Einrichtung für etwa zwei Wochen geschlossen.

5. Verpflegung

Der Kinderladen Stuckenborstel e.V. legt großen Wert auf eine ausgewogene Ernährung. Frühstück und Mittagessen werden von den Eltern im Wechsel zubereitet. Es werden ausschließlich Lebensmittel/Zutaten aus (kontrolliert) biologischem Anbau verwendet. Weiterhin: kein Fleisch und kein Fisch. Der Speiseplan wird durch die Eltern organisiert. Die Mahlzeiten werden gemeinsam eingenommen. Das Frühstück beinhaltet zudem frisches Obst und das Mittagessen auch immer frisches Gemüse, das von den Erzieherinnen organisiert und zubereitet wird. Über eventuelle Allergien oder Ernährungsunverträglichkeiten müssen uns die Eltern im Interesse ihres Kindes selbstverständlich im Vorfeld informieren.

6. Krankheiten

Der turbulente Alltag in einer Kindergruppe ist nur von einem gesunden Kind zu meistern. Ein krankes Kind benötigt immer die Pflege und Betreuung durch die Eltern, um schnell wieder gesund und munter zu werden. Da die Erzieherinnen diese selbstverständlich nicht ersetzen können, werden kranke Kinder nicht in den Kinderladen Stuckenborstel aufgenommen. Erkrankt ein Kind während der Aufenthaltszeit im Kinderladen, werden die Eltern umgehend verständigt, damit sie ihr Kind abholen können.

7. Kinderschutz und Kindeswohl

Dieser Teil der Konzeption wird aktuell vom Team und der Elternschaft erarbeitet. Bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung greift die »Vereinbarung zur Umsetzung des Schutzauftrags nach §8a SGB VIII für den Bereich der Tageseinrichtungen für Kinder«.

8. Zusammenarbeit mit den Eltern

Wichtigste Voraussetzung zur Betreuung von Kleinkindern ist die Zusammenarbeit mit den Eltern. Die täglichen Informationen über besondere Auffälligkeiten werden in der Regel zur Abholzeit ausgetauscht. So kann die Entwicklung des Kindes kontinuierlich verfolgt werden. Dies ist besonders in »Krisenzeiten« wichtig, wenn beispielsweise Trennungsängste oder ein »Fremdeln« auftreten. Außerdem werden in regelmäßigen Zeitabständen auf Wunsch Entwicklungsgespräche durchgeführt, um die Eltern über das Verhalten ihres Kindes in der Gruppe und über dessen Entwicklungsstand zu informieren.

Auch die Vorstandsmitglieder stehen als Ansprechpartner, sowohl für aufgetretene Probleme als auch für Anregungen, zur Verfügung.

Weiterhin finden alle 4-6 Wochen Elternabende statt, bei denen über die Entwicklung der Gruppe, aktuelle pädagogische Projekte und weitere allgemeine Themen zur Einrichtung informiert wird. Da der Kinderladen Stuckenborstel ein gemeinnütziger Verein ist und darüber hinaus als Elterninitiative zu verstehen ist, sollte die Teilnahme wenigstens eines Elternteils an diesen Veranstaltungen als Verpflichtung verstanden werden. Nur so können Neuerungen problemlos mehrheitlich diskutiert und installiert werden.

Der Kinderladen Stuckenborstel muss durch einen Vorstand vertreten sein, der aus drei Vereinsmitgliedern, also Elternteilen, besteht. Hierzu gehören der erste und der zweite Vorstand sowie ein Kassenwart. Die Aufgaben dieses Vorstands sind vielfältig und reichen von der Beantragung von Geldern beim Land und der Stadt über die Kommunikation zwischen den Erzieherinnen und Eltern bis hin zu den gesamten finanziellen Regelungen.

Jedes weitere Elternteil muss sich darüber hinaus in irgendeiner Form an auftretenden Arbeiten beteiligen. Eine Übersicht über alle regelmäßig anfallenden Aufgaben findet sich im Vorraum des Kinderladens. Hierzu gehören beispielsweise die Durchführung notwendiger Reparatur- und Schönheitsmaßnahmen in den Räumen, Putz- und Wäschedienst, Öffentlichkeitsarbeit (Werbung), sowie Vertretung von Betreuungskräften.
Darüber hinaus fallen gelegentlich Sonderaufgaben an, über die per Anschlag an der Gruppenraumtür informiert wird. Wir möchten Sie bitten, die Erzieherinnen nicht zu lange auf deren Umsetzung warten zu lassen. Insbesondere da diese Aufgaben, wie zum Beispiel das Anbringen neuer Spielgeräte, in der Regel im Interesse der Kinder zu erledigen sind.

9. Aufnahme neuer Kinder

Die Anmeldung erfolgt in der Einrichtung. Besichtigungs- und Schnuppertermine können vorab telefonisch vereinbart werden. Entscheiden sich die Eltern für eine Betreuung im Kinderladen, so muss die Familie dem Verein Kinderladen Stuckenborstel e.V. beitreten. Erst dann kann ein Betreuungsvertrag geschlossen werden. Die Zusammenarbeit beginnt in der Regel mit einem Informationsnachmittag, zu dem alle neuen Vereinsmitglieder offiziell eingeladen werden.

Mit der Eingewöhnung beginnt für das Kind ein neuer Lebensabschnitt. Meist müssen sich die Kinder das erste Mal von den Eltern trennen und sich »allein« in einer fremden Umgebung zurechtfinden. Daher empfehlen und praktizieren wir eine Eingewöhnungsphase von zwei Wochen. Je nach Kind kann sich diese Phase jedoch auch verkürzen oder verlängern. Bei den ersten Terminen wird das Kind von einem Elternteil begleitet. Nach einer individuell vom Kind abhängigen Zeit verlässt das Elternteil erstmals für eine kurze Dauer, später für längere Zeit die Einrichtung. Auf diese Weise wird schrittweise die Eingewöhnung vorgenommen. Da dem Kind eine kurze Verabschiedung meist leichter fällt, werden die Eltern gebeten, die Erzieherinnen in dieser Hinsicht zu unterstützen.
Haben die Eltern Trennungsängste, so wird das Kind ebenfalls unsicher sein. Sind die Eltern unaufgeschlossen gegenüber den Erzieherinnen, so wird auch das Kind keine vertrauensvolle Beziehung aufbauen können.
Das weitere Vorgehen und der jeweilige Zeitplan werden individuell besprochen. In der ersten Zeit kommen auf die Kinder viele Anforderungen zu. Sie müssen sich mit der Einrichtung bekannt machen. Die Kinder lernen sich untereinander kennen und bauen erst einmal zu den Betreuern Vertrauen auf. In dieser besonderen Zeit ist es für die Erzieherinnen und die Kinder unerlässlich die Sicherheit einer telefonischen Erreichbarkeit der Eltern zu haben.

Diese Dinge benötigt Ihr Kind im Kinderladen:

  • Wechselwäsche (komplett)
  • Trinkflasche (für die Ausflüge)
  • Hausschuhe
  • Regenbekleidung: Gummistiefel, Matschhose und Regenjacke
  • Kopie des Impfausweises

Um Verwechslungen zu vermeiden, sollten von den Eltern alle Sachen mit dem Namen des Kindes versehen werden.

10. Finanzierung

Die laufenden Kosten werden durch die Elternbeiträge abgedeckt. Weiterhin werden Teile der Personalkosten vom Land getragen.

(Stand: Mai 2014)